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Pressemitteilung:

Oberstoppel, 11. Juli 2018

Landesstraße Ortsdurchfahrt Oberstoppel (L 3431) nicht in „Sanierungsoffensive“ der Landesregierung

Nachfrage bei Minister Al-Wazir: Damit nicht vor 2022 dabei
HAUNETAL – WIESBADEN. Eine Ortsbesichtigung im Haunetaler Ortsteil Oberstoppel machte den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt überdeutlich. Der Vorsitzende der Haunetaler SPD-Fraktion Hein-Peter Möller, die Fraktionskollegen Jürgen Leimert und Erich Bachmann, Ortsvereinsvorsitzender Gerhard Kauffunger und Vorstandsmitglied Martin Grünke, Ortsvorsteher Rainer Rest und der Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke informierten sich über den Stand der Maßnahmen. So konnte der SPD-Landtagsabgeordnete mitteilen, daß die Ortsdurchfahrt von ihm in der Landtagsfragestunde thematisiert wurde. Verkehrsminister Al-Wazir wies einerseits darauf hin, daß die Ortsdurchfahrt „Oberstoppel im Zuge der L 3431 in der Dringlichkeitsreihung zur Aufstellung der Sanierungsoffensive unter den von uns intern benannten Abschneidegrenze lag und somit nicht in die Sanierungsoffensive aufgenommen“ wurde. Die Kriterien seien, so Al-Wazir „Verkehrssicherheit, Verkehrsqualität, Verkehrsbedeutung, Wirtschaftlichkeit und Umfeldsituation“. Warnecke verwies nach diesem Hinweis auf die Konsequenz: „Diese Landesregierung sieht vor 2022, denn so weit reicht die sogenannte „Sanierungsoffensive“, keine Sanierung in Oberstoppel vor.“

Dies stieß bei dem Gemeindevertreter und ehemaligen Bürgermeister Hein-Peter Möller auf völliges Unverständnis. Wurden doch bereits 1995 Gespräche zwischen der Gemeinde Haunetal und dem damaligen ASV Eschwege geführt, die das Ziel hatten, 1999 mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt wegen der Unübersichtlichkeit und Gefährdung für Fußgänger, insbesondere älterer Mitbürger und Kinder zu beginnen. Dann jedoch fehlten anscheinend die Geldmittel. 2004 wurde der Gemeinde mitgeteilt, daß die Ortsdurchfahrt zu den dringlichen Maßnahmen gehört, die mittelfristig anstünden. Mit dem Planverfahren sollte 2007 begonnen werden. Ein Vorentwurf sollte 2010 vorgelegt werden. Das Verfahren dann im folgenden Jahr abgeschlossen werden.

Der Ortsvorsteher Rainer Rest wies auf bereits völlig zerbröselten Asphalt hin, unter dem sich bereits der Schotter zeigt. Weder ein Gehweg noch eine ebene Fahrbahndecke sind im Straßenzug vorhanden. „Daß die bestehende Verkehrsgefährdung und der schlechte Straßenzustand noch fünf weitere Jahre auf jeden Fall bleiben soll, ist nicht akzeptabel,“ führte Ortsvorsteher Rainer Rest aus.

Schließlich habe bereits 2010 eine Vorplanung des ASV Eschwege vorgelegen mit Vorschlägen zur Fahrbahnbreite, beidseitig befahrbarer Rinne, einseitig überfahrbarem Gehweg, Schrammbord gegenüberliegend. Der Gemeinde Haunetal wurde all dies seinerzeit vorgestellt. „Ziel sei es gewesen, diese Vorplanung schließlich mit dem Ortsbeirat und der Bürgerschaft abzustimmen,“ so der ehemalige Bürgermeister Hein-Peter Möller.

Dies wiederum verwunderte den Landtagsabgeordneten Warnecke sehr. Hatte er doch nachgefragt: „Sind denn schon konkrete Planungen zur grundhaften Sanierung innerhalb der Struktur Hessen Mobil vorgenommen worden?“ Die Antwort des grünen Ministers lautete schlicht: „Nein, weil wir, wie gesagt, jetzt die Sachen machen, die im Rahmen der Sanierungsoffensive benannt worden sind.“ Warnecke sagte zu, über die offenbar neue Sachlage weiter Informationen einzuholen. Denn eines gehe nicht: „Erst eine Straße, die kaputtgefahren worden ist und dann frühestens 25 Jahre später eine grundhafte Sanierung.“


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